Challenge accepted: Flughafenbahntunnel

Mit dem 1. Oktober können wir uns nun offiziell als Tunnelportalfeuerwehr bezeichnen. Ab dem 14. Dezember wird nach dem Güterverkehr auch der Personenverkehr mit bis zu 1000 Fahrgästen pro Zug starten.

Großübung mit 400 Einsatzkräften als krönender Abschluss
Übungsannahme war ein brennender Personenzug im Flughafentunnel – eine Lage, die alle Beteiligten forderte. Neben der Koordination hunderter Einsatzkräfte standen die Besonderheiten von Bahntunneln und deren Sicherheitseinrichtungen (OLSIG) im Fokus. Für uns als Freiwillige Feuerwehr war die Übung der Abschluss einer langen Reise, die jetzt mit ständiger Alarmbereitschaft für dieses Objekt endete – mit der Hoffnung, dass wir unser Wissen nie in einem Ernstfall anwenden müssen.

Besonders hervorzuheben ist das ehrenamtliche Engagement in der Ausbildung.
Unsere 25 Atemschutzgeräteträger haben sich dafür in den vergangenen zwei Jahren insgesamt rund drei Wochen an zusätzlichen Ausbildungen gestellt. Der Grundausbildung Tunnel folgten weitere Ausbildungen für den Einsatz in Straßentunneln. Eine Synergie ergab sich hier mit dem Üben von Einsätzen in Tiefgaragen. Nach der Grundausbildung Tunnel-Bahn ging es als Highlight noch zu einer Spezialausbildung für Bahntunnel in der Schweiz. Unsere Führungskräfte bereiteten sich zusätzlich in Planspielen auf ihre Rolle als Einsatzabschnittsleitung am Südportal vor, während die Kräfte für den Tunneleinsatz auch im Arbeiten im Gleisbereich geschult wurden. Ergänzend haben wir unsere Alarmpläne für die Szenarien Brand Schienenfahrzeug Tunnel, Technischer Einsatz Schienenfahrzeug Tunnel und Sonderlagen erweitert.

Nicht unerwähnt bleiben dürfen hier die Tätigkeiten einiger unserer Mitglieder als Trainer der Grundausbildung Tunnel. Wer hätte gedacht, dass wir als „Flachlandfeuerwehr“ einmal den Kollegen im bergigen Gebiet den Einsatz im Tunnel taktisch näher bringen.

Für unsere neue Aufgabe wurden wir technisch umfassend ausgestattet.
So verfügen wir nun über ein Kleinrüstfahrzeug Tunnel-Straße sowie zehn Langzeitpressluftatmer mit einer Einsatzdauer von rund einer Stunde, welche von der ÖBB zur Verfügung gestellt wurden. Zusätzlich wird unser Rüstlöschfahrzeug auf ein HLF3-Tunnel umgerüstet. Dabei mussten wir zwar Sitzplätze im Fahrzeug aufgeben, da die Langzeitpressluftatmer fix verbaut werden, gewinnen aber deutlich an Einsatzfähigkeit im Tunnel. Auch unser Löschroboter ist im ersten Alarmplan für den Flughafentunnel vorgesehen und wird mit dem LKW direkt zur Einsatzstelle gebracht.

LKW